Das AXXCON Know-how

 

Wer den Strom hat, hat die Energie

 

Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung AXXCON ist der Nährboden günstig für den Verkauf von Photovoltaik (PV) und Elektrogeräten, aber auch für Communities.

 

Der Artikel von Georg Eble (München) ist in der ZFK-Ausgabe 04/17 erschienen.

 

 

Die Zeichen stehen gut für deut­sche Stromversorger, Privatkun­den über die Kilowattstunde hinaus Produkte und Dienste zu verkaufen. Das legt eine repräsentative Umfrage nahe, die die Unternehmensbera­tung AXXCON Anfang Februar online durch­führen ließ und Ende März veröffentlichte, samt Bewertung.

 

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Demnach genießt der eigene Stromver­sorger ein hohes Vertrauen, wenn es um Energiefragen aller Art geht: 45 Prozent der 1000 Befragten sehen ihn als ersten Ansprechpartner dafür, zwölf Prozent das Stadtwerk. Mehrfachnennungen waren hier nicht möglich, aber das Stadtwerk ist ja meist auch Stromversorger. Elf Prozent der Umfrageteilnehmer wenden sich lie­ber an ein Internetforum.

 

55 Prozent können sich »wahrschein­lich« oder »ganz bestimmt« vorstellen, dass ihr Stromvertrieb eine Einkaufsplatt­form für energienahe Produkte aufbaut. Oben auf dem Wunschzettel der Befür­worter stünden dann allgemein Elektrogeräte (54 Prozent) und Versicherungen dazu (22 Prozent). Sie werden gefolgt von Heizungen und Photovoltaik(PV)-Anlagen (je 46 Prozent), E-Rädern, Batterien und E-Autos. Hausautomatisierung wünschen sich 34 Prozent. Den denglischen Begriff »Smart Home« erklären demnach mittler­weile vier von fünf von sich aus richtig.

 

Wollte man eine PV-Anlage anschaffen, würde sich jeder vierte Befragte an seinen Versorger wenden. AXXCON-Berater Hakan Yesilmen, Energieexperte, hält diesen Wert für niedrig: »Offensichtlich haben es die Stromversorger verpasst, sich hier prominent zu positionieren.« Doch ist der Wert wirklich so schlecht? Er war im­merhin die beliebteste unter den sieben Antwortmöglichkeiten. Und PV mochte man doch eigentlich für eine Domäne der Ökoenergievertriebe halten. Die wurden zwar nicht abgefragt, dafür spezialisierte PV-Startups, die nur für 16 Prozent die ers­te Informationsquelle wären. Jeder Vierte macht als Erstes eine Internetrecherche. Auch hier konnte man nur eine Antwort anklicken.

 

Vorstellen könnten sich »bestimmt« oder »unter Umständen« Zwei von Drei, auch die Telekommunikation von ihrem Energieversorger zu bekommen, 61 Pro­zent Smart Home, 57 Prozent Alarmanla­gen und Ähnliches sowie gar Drei von Vier einen Seniorennotruf.

 

Lastprofile für Entlastung

Das Ver­trauen ist so hoch, dass 76 Prozent ihrem Stromunternehmen ihre Verbrauchsdaten für »detaillierte Nutzungsprofile« überlie­ßen, sofern sie damit sparen. Etwas mehr würden hierzu ihre Verbrauchszeiten ver­lagern, »bestimmt« oder »unter Umstän­den«.

 

Einfacher Nachbarstrom

Bei alledem will man mit dem Versorger nicht unbe­dingt sein Leben lang zu tun haben: Zwei von Drei würden »über neue Technolo­gien« Nachbarn PV-Strom abkaufen, um sich »unabhängig« zu machen. Dagegen ist die Gründung einer »Energiegemeinschaft« mit ihnen, die eine Eigenerzeugung errich­tet, 40 Prozent »zu kompliziert«. Ein weite­res Viertel macht zur Bedingung, sich nicht selbst darum kümmern zu müssen.

 


 

Quelle: ZFK www.zfk.de 
Die ZFK ist die Zeitung für kommunale Wirtschaft –  

 




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